Industriemuseum Trafostation "Amalienhütte" in Niederlaasphe
Besucheranschrift: Industriemuseum Trafostation "Amalienhütte", Manfred Schäfer, Ernst Imhof, Langgasse 3, 57334 Bad Laasphe
02752/7824 oder 02752/1583
02752/7824
Verwaltung: Waltraud Schäfer, Langgasse 3, 57334 Bad Laasphe
02752/7824
02752/7824
Träger: Verein für Kultur- und Heimatpflege e.V. Niederlaasphe
Öffnungszeiten: von März bis September jeweils am letzten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr sowie für Gruppen nach Vereinbarung. Eintrittspreise: freiwillige Spende.
"Das Transformatorenhaus der ehemaligen Amalienhütte wurde 1924 in Turmbauweise aus rotem Sandstein errichtet. Es diente der Energieverteilung einer Ringleitung der Buderus'schen Eisenwerke im Lahn-Dill-Gebiet und versorgte speziell das Hüttenwerk mit elektrischer Energie. Hier produzierten teilweise bis zu 500 Arbeiter vorwiegend gusseiserne Öfen. Zur Ausrüstung der Umspannstation gehörten zwei Tranformatoren mit insgesamt 1000 kW Leistung. Ein Gerät ist erhalten und gilt sicherlich als interessantestes Ausstellungsstück des Museums.
In beiden Stockwerken des Turmhauses befinden sich zahlreiche originale Schaltgeräte, Verteileranlagen, Schutz- und Messeinrichtungen. Im Untergeschoss des Hauses sieht man an drei Wänden 15 Marmortafeln mit Bedienungselementen und Messgeräten einer Niederspannungsverteilung. Die aufwendige künstlerische Ausgestaltung, die Holzverblendung mit zahlreichen Fensteröffnungen, die Zierleisten und Rosetten - alles im Jugendstil gehalten - machen die Anlage aus dem Jahr 1913 zum Glanzstück des kleinen Museums.
In einem Nebenraum des Hauses gibt es wechselnde Ausstellungen mit Bildern aus Vergangenheit und Gegenwart, aus Kultur und Technik unseres Landes. Schließlich kann man hier viele eigene Experimente aus der Elektrizitätslehre durchführen. Auf dem Gelände gleich neben der Trafostation befindet sich ein kleiner Mühlenteich, dessen Wasser eine ganze Reihe kleiner Wasserräder und Turbinen antreibt. Hier soll einerseits die Geschichte der Amalienhütte lebendig werden, die aus einem Hammerwerk hervorging und bis 1965 teilweise noch mit Wasserturbinen betrieben wurde. Andererseits möchten wir die Technik- und Kulturgeschichte des Wasserrades dokumentieren."
Siehe auch:
Bildende Kunst / Bildende Künstler: Ernst Imhof
© Kultur!Büro. Kreis Siegen-Wittgenstein - Kulturhandbuch im Internet KHB 736.HTM / 06.02.2009